| Eine
Ausnahmeerscheinung |
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Dieses außergewöhnliche
Exemplar böhmischer Motorradgeschichte ermöglicht einer drei-
bis vierköpfigen Gruppe eine wahrlich Aufmerksamkeit auf sich ziehende
Fahrt ins Grüne.
Sie dachten, alle
Motorräder wären gleich?
Die "Böhmerland"
ist anders. Ganz anders um genau zu sein...
Ihre Erscheinung wirkt
fast archaisch, dennoch so dynamisch mit ihren Original-Benzintanks und
den großen Aluminiumrädern.
Die Verdrehtheit,
die dieses Motorrad umzingelt, spiegelt die Geistesverfassung ihres Erfinders,
Albin Hugo Liebisch, wieder, der diese Maschine zwischen 1923 and 1939
in Nordböhmen entwickelt hat.
Sogar vor knapp 80
Jahren, 1925, trauten weder Sachkundige noch Laien ihren Augen als sie
dieses Wunderwerk der damaligen Kraftradtechnik erblickten.
Die Kleinfabrikation
des Motorrades wird in Hinblick auf die Liebe für das kleinste Detail
mit der von Bugatti verglichen.
Dieser Vergleich wird
jedoch auch aus einem anderen Grund gezogen:
Der Industrieriese und leidenschaftliche Bugatti Fan Alfred Hielle, ein
persönlicher Freund des großen Ettore, war die Quelle der finanziellen
Mittel für seine verschiedenen Projekte.
Die langgestreckte
dreisitzige Böhmerland, ebenfalls mit einem Beiwagen erhältlich,
wurde das "Reise-Modell" bezeichnet.
Ab 1925 gab es auch das deutlich kürzere Touring-Model.
Beide mit einem 600 ccm Liebisch OHV Einzylinder Motor.
Im Jahre 1939 wurde
die Entwicklung des "Volksmotorrades", wie es analog zum Volkswagen
genannt wurde, mit einem 350 ccm Liebisch Zwei-Takt Einzylinder Motor
ausgestattet, eingestellt.
Liebisch musste seine
Pläne für die Ausdehnung seiner Produktion aufgeben als die
Okkupation der Tschechoslowakei durch Deutschland mit ihrer desaströsen
Auswirkungen auf die Wirtschaft seine Träume wie eine Seifenblase
zerplatzen ließ.
Wie dem auch sein
mag, dass könnte der Grund sein, warum Kenner in aller Welt heute
die "Böhmerland" als eine der Top Raritäten in der
Welt der Motorräder würdigen und zu schätzen wissen...
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